Nach mehr als vier Jahren Bauzeit konnte am Sonntag, dem 14. September, das denkmalgeschützte Rathaus von Greiz offiziell wiedereröffnet werden. Hunderte Bürgerinnen und Bürger nutzten den „Tag des offenen Denkmals“, um das traditionsreiche Gebäude in neuem Glanz zu erleben.
Mit einem symbolischen Scherenschnitt durchtrennte Bürgermeister Alexander Schulze das Band und gab das Haus gemeinsam mit Kultusminister Christian Tischner sowie Gästen aus der tschechischen Partnerstadt Rokycany frei. „Dieses Rathaus verbindet Tradition und Zukunft“, betonte Schulze in seiner Ansprache und dankte zugleich den zahlreichen Planern, Architekten, Handwerkern und Bauverantwortlichen, die das Projekt realisiert haben.
Die umfassende Sanierung war notwendig, um die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine moderne Verwaltung zu schaffen. Auf rund 1.000 Quadratmetern entstanden zeitgemäße Büroräume, Beratungs- und Servicestellen, die barrierefrei zugänglich sind und eine digitale, bürgerfreundliche und serviceorientierte Arbeitsweise ermöglichen. Auch Stadtrat und Ausschüsse können künftig wieder im Rathaus tagen – unterstützt durch moderne Technik bis hin zur digitalen Zuschaltung externer Teilnehmer. Ein besonderer Mehrwert für die Bevölkerung ist die Einrichtung öffentlicher Toiletten mit Wickelraum, die während der Rathausöffnungszeiten zugänglich sind. Damit wurde ein praktisches und lange gewünschtes Angebot umgesetzt.
„Mit der Sanierung dieses historischen Rathauses ist Greiz ein großer Schritt gelungen“, erklärte Landtagsabgeordneter und Bildungsminister Christian Tischner. „Es war dringend notwendig, die denkmalgeschützte Substanz zu bewahren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine digitale, bürgerfreundliche und serviceorientierte Verwaltung zu schaffen. Dieses Haus zeigt, dass Tradition und Zukunft in Greiz Hand in Hand gehen.“
Auch die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Tina Barth, zeigte sich erfreut über die Fertigstellung: „Das Rathaus ist das Herzstück unserer Stadt. Mit der Sanierung haben wir nicht nur ein wichtiges Denkmal erhalten, sondern auch die Grundlage für eine bürgernahe Verwaltung geschaffen, die modern arbeitet und für alle gut erreichbar ist.“
Insgesamt 64 vorwiegend regionale Firmen wirkten an der Sanierung mit. Von den Gesamtkosten in Höhe von 6,61 Millionen Euro entfiel mehr als die Hälfte der Aufträge auf Unternehmen aus Greiz und Umgebung. Finanziert wurde das Projekt aus Städtebaufördermitteln, sanierungsbedingten Einnahmen sowie städtischen Haushaltsmitteln.
Nach mehr als vier Jahren Bauzeit konnte am Sonntag, dem 14. September, das denkmalgeschützte Rathaus von Greiz offiziell wiedereröffnet werden.