Volkstrauertag Obergrochlitz

Gedenkfeier in Obergrochlitz: Ein Jahrhundert Erinnern, Mahnen und Verantwortung für den Frieden

Obergrochlitz. Am heutigen Volkstrauertag wurde in Obergrochlitz der Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung gedacht. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen am Kriegerdenkmal zusammen, das seit nunmehr 100 Jahren ein Ort des Erinnerns, des Mahnens und des Innehaltens ist.

Das Ehrenmal, das 1925 von der damaligen Gemeinde Caselwitz-Grochlitz errichtet wurde, erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Väter und Söhne. 1996 wurde es um eine Gedenktafel erweitert, die auch an die Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg erinnert. Der Platz wird bis heute von der Stadt Greiz, dem Ortsteilrat, Vereinen und engagierten Bürgern gepflegt.

Der Landtagsabgeordnete Christian Tischner, der der Zeremonie in Obergrochlitz beiwohnte, betonte: „Der Volkstrauertag führt uns vor Augen, wie kostbar Frieden ist. Erinnerung ist kein Blick zurück, sondern Verantwortung nach vorn. Wo Hass wächst, müssen wir widersprechen – wo Frieden gefährdet ist, müssen wir handeln.“

Auch die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Greiz, Tina Barth, würdigte die Bedeutung des Gedenkens: „Dieses Denkmal zeigt, wie sehr unsere Region von den Folgen der Kriege geprägt wurde. Es mahnt uns, für ein respektvolles Miteinander einzustehen – jeden Tag. Mein Dank gilt allen, die diesen Ort seit Jahrzehnten mit großem Einsatz erhalten.“

Der Volkstrauertag bleibt ein wichtiger Anlass, den unzähligen Opfern von Krieg und Gewalt ein ehrendes Gedenken zu bewahren und zugleich die Verpflichtung zur Wahrung von Frieden, Freiheit und Menschlichkeit zu erneuern.